Love and Other Crimes


Eine völlig abgefuckte Hochhaussiedlung am Rande Belgrads. Kleine Kioske, ein Solarium mit einer defekten Sonnenbank, eine Pornovideothek im Keller, alles Grau und ärmlich. Jeder Block hat seinen Mafiosi, der vom Wenigen npch etwas abhaben will. Milutin ist einer von denen und die hübsche Anica ist seine Freundin.

Das Ganze gerät in Bewegung, als Anica weggehen will und Stanislav (einer von Milutins Handlangern) mit Ihr durchbrennen will. Zu allem Übel ist Milutin todkrank und in der Nachbarschaft eröffnet ein neuer Hypermarket, der den Kiosken und damit auch den Schutzgelederpressern die letzte Lebensgrundlage entziehen wird.

Es ist ein langes Abschiednehmen und ein Wandel der Zeiten den Arsenijevic uns da vorführt. Und es wirkt aus unserer Sicht vermutlich doppelt komisch auf welchem Low Level alles abläuft. Es wäre fast lustig, wenn nicht Menschen dabei sterben würden. Schon deshalb sehendwert weil es einen interessanten Einblick in das Leben in Serbien jenseits von Nachrichtenmeldungen und Kosturica Phantasiewelten bietet.
Gesehen im Februar 2008 auf der 58.Berlinale