There Will Be Blood


Vor über 100 Jahren entwickelte sich das Ölgeschäft rasant. Mit immer ausgefeilteren Methoden wurde das schwarze Gold aus der Erde geholt und man konnte bereits damals viel Geld damit verdienen. Schwere Unfälle waren allerdings an der Tagesordnung.

Der Unternehmer Daniel Plainview (Daniel Day Lewis) ist im Ölgeschaft und dabei eine grosse Nummer zu werden, das gelingt ihm jedoch nur, weil er Menschen sowohl für seine Vorhaben zu begeistern weiss, als auch eiskalt übers Ohr haut. Er hat den H.W. (Dillon Freasier), den Sohn eines verunglückten Arbeiters zu sich genommen, will den Jungen als seinen Nachfolger aufbauen, schmückt sich aber auch mit ihm. Bei einer Explosion verliert der Junge das Gehör, wird depressiv und wendet sich letztlich gegen den Ziehvater.

Ferner liefert sich Daniel Plainview einen permanenten Kampf mit dem Prominenten Prediger Eli Sunday. Auf dem Grund der Familie Sunday begann Plainview nach Öl zu bohren und Eli Sunday versucht im Gegenzug etwas Geld für den Bau einer grösseren Kirche zu erhalten. Plainview verspricht ständig Dinge, lässt Sunday dann aber immer wieder auflaufen, so kommt es dazu, dass sich die beiden bei jeder sich bietenden Gelegenheit demütigen und Sunday Plainview letztlich am Ende des Films erschlägt.

Der Film lebt von der grossen schauspielerischen Leistung aller Beteiligten, der mit einer permanenten Vorahnung auf die nächste Stufe der Gewalt aufgeladenen Stimmung und einer phantastisch minimalistischen aber hervorragend die Handlung unterstützenden Filmmusik und ist unbedingt sehenswert.

Gesehen im März 2008